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Vorkommen

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Vorkommen

Bambus wächst in einer Zone, die sich vom 40. Breitengrad südlich bis zum 40. Breitengrad nördlich des Äquators erstreckt. Bambusse sind tropische bis subtropische Pflanzen, wobei einige Arten auch in kälteren Bereichen gut gedeihen, wie z.B. Chusquea aristata, die in der östlichen Andenkette noch bei 4.700 m NN undurchdringliche Dickichte bildet und sich bis zur Schneegrenze hin ausbreitet, oder einige Arten, die im Himalaja bis auf 3.800 m NN hinaufwandern.
Bambusse sind auf allen Kontinenten mit Ausnahme von Europa und der Antarktis beheimatet. Weltweit gibt es ca. 1.500 Arten. Die Berge Ostchinas sind grün gefärbt vom Riesengras Bambus, von dem in China etwa 500 Arten der Bambuseae wachsen, 100 meist kleinwüchsige Arten wachsen in Japan. Eine große Zahl weiterer Arten stammt aus (Nord- und Süd-)Amerika, 130 Arten allein wachsen in den Anden Südamerikas. Aus Afrika stammen 17 Arten, aus Australien weitere drei. Die Pflanze wird meist nur im asiatischen Raum kultiviert und hat in Südamerika, Afrika und Australien nur wenig wirtschaftliche Bedeutung erlangt. Nach Europa kam der Bambus Mitte des 19. Jahrhunderts. Seidenimporteure brachten die exotische Pflanze aus China und Japan in ihre Heimat zurück.

Manche Bambusarten sind streichholzdünn, andere erreichen einen Halmdurchmesser von 35 Zentimetern und werden bis zu 40 Meter hoch. Die Farben der Halme sind meist grün, doch leuchten einige Arten auch gelb, schwarz oder rot. Gemeinsam haben fast alle Bambusarten, dass sie schnell aus dem Boden schießen und in nur wenigen Monaten auf volle Lebensgröße heran wachsen. Nach nur fünf bis sieben Jahren sind die Halme ausgehärtet und der Bambus kann geschlagen werden. Im Unterschied dazu brauchen europäische Laub- und Nadelbäume 60 bis 80 Jahre, bis sie verarbeitet werden können. Bambushalme sind also ein enorm nachhaltiger Rohstoff für die verschiedensten Anwendungen und bieten eine überzeugende ökologische Alternative zu anderen Materialien.